Schlagwort-Archiv: Phytotherapie

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Knabberspaß – Bäume & Sträucher fürs Pferd

KNABBERSPASS!!

Nachdem meine vier Jungs derzeit keinen natürlichen Zugang zu Bäumen und Sträuchern haben, gab es heute nachmittag eine kleine Ergänzung zum “normalen” Speiseplan.

Von den “Südländern” zunächst skeptisch beäugt, waren sich Sox und Gorm sofort einig, dass meine mitgebrachten Zweige lecker sind und man sich damit auch hervorragend beschäftigen kann. Storch kam später auch noch auf den Geschmack, Paul fand das Ganze eher seltsam und nicht essenswert und war eher an mir und meinem Handy interessiert. 

Heute gab es Eiche & Weide (und nein, Eichenzweige sind nicht giftig, obwohl sich dieser Mythos immer noch hält). Aber auch Schwarzerle, Pappel, Weißdorn, Esche, Hunds- oder Heckenrose können u.a. gut verfüttert werden.

Gerade beim Ausreiten oder Spazieren gehen mit den Pferden bemerke ich oft wie sie sich je nach Jahreszeit ganz gezielt verschiedene Bäume oder Sträucher aussuchen. Deshalb finde ich es wichtig den Pferden diese “Knabbereien” anzubieten, wenn sie keinen freien Zugang dazu haben.

Wer sich dafür interessiert, welches “Knabberholz” dafür in Frage kommt, der kann sich unter den folgenden zwei Links ein wenig schlau machen.

https://www.atm.de/…/pferdeweide-baeume-und-straeucher-fuer…

http://www.artgerecht-tier.de/…/wildpferde-als-futterberate…

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Don´t worry, be happy!

Das tägliche Spiel von Paul und Keltico ist schon fast ein Ritual geworden. Ich freue mich darüber um so mehr, da ich vergangene Woche für Paul leider eine unschöne Röntgendiagnose erhalten habe.

Krongelenksarthrose auf beiden Beinen und Schale rechtsseitig. Für ein gerade vierjähriges Pferde kein schöner Befund. Paul hat an beiden Beinen unterhalb der Fesselgelenke deutliche Narben, ob diese von Fesselungen oder von einem Unfall mit einem Zaun herkommen, lässt sich nicht sagen. Die Verletzung, die dem vorangegangen ist, ist aber wahrscheinlich der Auslöser für den Befund. Was genau war, werde ich aber vermutlich nie genau herausbekommen.

Paul bekommt nun gesunde Kräuter (Brennnessel, Ingwer, Hagebutten, Jiaogulan)PaulPau, Schüsslersalze und ein hochkonzentriertes Mittel aus Glucosaminen, Hyaluronsäure und Chondroitin. Zusätzlich äußerlich eine Einreibung mit einer Salbe aus Beinwell, Johanniskraut- und Ingweröl sowie Angelikawurzel. Und meine Huforthpädin tut außerdem ihr Bestes, damit auch die Hufe wieder normal aussehen und entsprechend des Befundes bearbeitet werden.

Ich hoffe, dass Paul so lange lahmfrei bleibt wie möglich. Er darf sich weiter auf seiner Koppel 24 h frei bewegen. Und ich gehe mit ihm hauptsächlich gerade aus, versuche Wendungen zu vermeiden und werde mir nun einige “Kopfaufgaben” einfallen lassen, damit er dennoch eine Aufgabe hat und etwas lernt.

Heute haben wir schon mal Teppich ausrollen, Gymnastikball verfolgen und unter einem Regenschirm spazieren gehen in der Halle geübt.

Paul darf so lange “bleiben” wie es ihm gut geht. Und jeder Tag ist ein Geschenk, denn keiner weiß und kann mir sagen, ob er Wochen, Monate oder noch Jahre hat. Ich werde auf alle Fälle versuchen ihm so viel Zeit wie möglich zu schenken und mit viel Glück lässt sich der Zustand zumindest stabilisieren.

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Beinwellwurzel-Kraft für gesunde Pferdebeine

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WURZELKRAFT

Gestern habe ich diese riesige Wurzel einer BEINWELL Pflanze ausgegraben. BEINWELL kennen die meisten auch als Symphytum sowie als Kytta Salbe, die man in der Apotheke kaufen kann.

Aus der Wurzel kann man selber eine Salbe herstellen, die für Mensch und Pferd bei Knochenproblemen und Verspannungen eingesetzt werden kann.

Dazu wird die Wurzel gereinigt und in kleine Stücke geschnitten. Mit Oliven-oder Sesamöl bedecken und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb abseihen und 10% der Ölmenge (am Anfang abmessen) an Bienenwachs (bekommt ihr in der Apotheke) dazu geben. Rühren bis das Wachs geschmolzen ist. In Salbendosen abfüllen und kühl werden lassen. Im Kühlschrank ca. 1 Jahr haltbar.

Beinwell kann man auch als Kataplasma äußerlich auftragen.

Ich werde noch mein selbstgemachtes Johanniskrautöl hinzugeben, Angelikawurzel und Ingweröl, um u.a. zusätzlich die Durchblutung anzuregen, da Paul an Arthrose leidet und ich ihm  gerne von “außen” etwas gutes tun möchte.

Das “Wurzel ziehen” ist übrigens immer eine ganz besondere Art des Heilpflanzen-Sammelns. Nicht jede Wurzel will aus der Erde und so wähle ich stets mit Bedacht einige wenige Pflanzen bzw. beim Beinwell reicht eine Wurzel für den Eigenbedarf vollkommen aus.

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Heilsame Eiche

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Dieses wunderschöne Exemplar steht an einem kleinen Hang am Ufer der Gejlå, einem kleinen Wasserlauf in Sønderjylland, Dänemark, auf einer Koppel die “Unter den Eichen” heißt.

Das ursprüngliche Wort für Eiche „Duir“ stammt hat einen keltischen Ursprung. Wörter wie „Tür“ oder „Tor“ gehen darauf zurück. Seit jeher steht die Eiche für Kraft, Stärke und Ausdauer. Das beweist auch das Lebensalter, welches Eichen erreichen können: 800 Jahre sind keine Seltenheit.

Die Eiche ist sehr reich an Gerbstoffen, vor allem die (junge) Rinde und die Blätter. Gerbstoffe wirken zusammenziehend (gut bei Durchfallerkrankungen), entzündungshemmend und schleimhautprotektiv. Angewandt wird die Eichenrinde u.a. zum Stillen von Blutungen und bei Hauterkrankungen. Strahlfäule beim Pferd lässt sich zum Beispiel mit einem Streupulver aus Eichenrinde behandeln oder es werden Abkochungen für schlecht heilende Wunden eingesetzt.

In der Bachblütentherapie wird diese Essenz verwendet für „Kämpfernaturen“, die niemals aufgeben und dabei nicht wissen, wann sie aufgeben müssen. Oak hilft Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Bei Pferden kommt diese Bachblüte zum Einsatz bei erschöpften, überforderten Pferden, die nur noch „funktionieren“, bei belastenden Situationen oder zur Unterstützung bei chronischen Krankheiten.

Eine wichtige Frage bleibt natürlich im Herbst! Dürfen Pferde Eicheln fressen?

Leider wird oft behauptet, dass Eicheln Blausäure enthalten. Das stimmt definitiv nicht. In Übermengen verzehrt schlägt ihre positive Wirkung, die auf die Gerbstoffe zurückzuführen sind, allerdings ins Gegenteil um und führt dann zu Verstopfungen und Magenschleimhautentzündungen. Wir sprechen dabei von Mengen ab 500 g.

Wenn eure Pferde also hin und wieder ein paar Eicheln knuspern, dann ist alles in Ordnung, vor allem solange anderes Futter ausreichend zur Verfügung steht. Wenn zu viele herum liegen, dann kann man die Eicheln am Besten einsammeln, gut trocknen und im Ofen rösten. Im Frühjahr nach Bedarf zum Futter geben, um Kotwasser und Durchfall zu vermeiden.

…und zu guter Letzt: Dieses Prachtexemplar ist ungefähr 272 Jahre alt und steht somit seit ca.1744 an Ort und Stelle!

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Gesunde Pferde-Leckerli

Wusstet ihr das Hagebutten gesunde und leckere Leckerei für eure Pferde sind?

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Hagebutten haben ungefähr 10mal soviel Vitamin C wie Zitronen. Und enthalten Galaktolipide (hauptsächlich in der Schale), die bei entzündlichen Veränderungen im Bereich der Gelenke wertvolle Hilfe leisten können zum Beispiel bei Arthrose.

Weitere Inhaltsstoffe der Hagebutte sind wahre Radikalfänger und schützen die Zellen im Körper vor Schädigungen. Also rundum gesund. Die meisten Pferde finden die Früchte ausgesprochen lecker. Gerne werden diese auch direkt vom Strauch gezupft, dienen damit als abwechslungsreiche, natürliche Nahrungsergänzung.

Also schnell los und Hagebutten sammeln. Ihr könnt auch versuchen diese zu trocknen, dann habt ihr gleich einen Vorrat für den Winter.