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Pferdeumzug nach Lykkehestegaard

Heute ging es für Sox, Storch, Gorm und Paul in ihr neues zu Hause, knapp 200 m von Grynmølle entfernt und natürlich fanden sie es super aufregend.

Ungefähr 3 ha Land habe ich gepachtet, die letzten Wochen eingezäunt, mir vorher überlegt wie ich möglichst weite Wege schaffe und was ich an Material brauche. Fress- und Schlafplatz/Unterstand sind räumlich getrennt, die Wasserstelle und Fressplatz ebenfalls relativ weit auseinander, die Sommerstücke hoffentlich sinnvoll abgesteckt.

Aus Mangel an natürlichem Baumbestand auf der Koppel selbst gibt es zudem einen Kratzpfosten, der noch Bürsten bekommt. Und es gibt eine “Schleuse”, um ein Pferd separieren zu können zum Beispiel für Extra Futtergaben und um zu vermeiden, dass mir aus Versehen eins entwischt beim Rausholen. Eine Kräuter- und Mineralstoffecke ist auch in Planung. Für mich ist das alles sehr aufregend und spannend, da ich viele Jahre immer anderen mitgeholfen habe bei Zaunbau, Weideplanung usw. Wenn man dann alles selber entscheiden darf für sich und die Pferde, fühlt es sich auf einmal ganz anders an. Auf jeden Fall bin ich gespannt wie meine vier Jungs sich einleben werden, was der Sommer bringt, ob das Gras reicht und wie der nächste Winter werden wird.

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Don´t worry, be happy!

Das tägliche Spiel von Paul und Keltico ist schon fast ein Ritual geworden. Ich freue mich darüber um so mehr, da ich vergangene Woche für Paul leider eine unschöne Röntgendiagnose erhalten habe.

Krongelenksarthrose auf beiden Beinen und Schale rechtsseitig. Für ein gerade vierjähriges Pferde kein schöner Befund. Paul hat an beiden Beinen unterhalb der Fesselgelenke deutliche Narben, ob diese von Fesselungen oder von einem Unfall mit einem Zaun herkommen, lässt sich nicht sagen. Die Verletzung, die dem vorangegangen ist, ist aber wahrscheinlich der Auslöser für den Befund. Was genau war, werde ich aber vermutlich nie genau herausbekommen.

Paul bekommt nun gesunde Kräuter (Brennnessel, Ingwer, Hagebutten, Jiaogulan)PaulPau, Schüsslersalze und ein hochkonzentriertes Mittel aus Glucosaminen, Hyaluronsäure und Chondroitin. Zusätzlich äußerlich eine Einreibung mit einer Salbe aus Beinwell, Johanniskraut- und Ingweröl sowie Angelikawurzel. Und meine Huforthpädin tut außerdem ihr Bestes, damit auch die Hufe wieder normal aussehen und entsprechend des Befundes bearbeitet werden.

Ich hoffe, dass Paul so lange lahmfrei bleibt wie möglich. Er darf sich weiter auf seiner Koppel 24 h frei bewegen. Und ich gehe mit ihm hauptsächlich gerade aus, versuche Wendungen zu vermeiden und werde mir nun einige “Kopfaufgaben” einfallen lassen, damit er dennoch eine Aufgabe hat und etwas lernt.

Heute haben wir schon mal Teppich ausrollen, Gymnastikball verfolgen und unter einem Regenschirm spazieren gehen in der Halle geübt.

Paul darf so lange “bleiben” wie es ihm gut geht. Und jeder Tag ist ein Geschenk, denn keiner weiß und kann mir sagen, ob er Wochen, Monate oder noch Jahre hat. Ich werde auf alle Fälle versuchen ihm so viel Zeit wie möglich zu schenken und mit viel Glück lässt sich der Zustand zumindest stabilisieren.