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Heilsame Eiche

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Dieses wunderschöne Exemplar steht an einem kleinen Hang am Ufer der Gejlå, einem kleinen Wasserlauf in Sønderjylland, Dänemark, auf einer Koppel die “Unter den Eichen” heißt.

Das ursprüngliche Wort für Eiche „Duir“ stammt hat einen keltischen Ursprung. Wörter wie „Tür“ oder „Tor“ gehen darauf zurück. Seit jeher steht die Eiche für Kraft, Stärke und Ausdauer. Das beweist auch das Lebensalter, welches Eichen erreichen können: 800 Jahre sind keine Seltenheit.

Die Eiche ist sehr reich an Gerbstoffen, vor allem die (junge) Rinde und die Blätter. Gerbstoffe wirken zusammenziehend (gut bei Durchfallerkrankungen), entzündungshemmend und schleimhautprotektiv. Angewandt wird die Eichenrinde u.a. zum Stillen von Blutungen und bei Hauterkrankungen. Strahlfäule beim Pferd lässt sich zum Beispiel mit einem Streupulver aus Eichenrinde behandeln oder es werden Abkochungen für schlecht heilende Wunden eingesetzt.

In der Bachblütentherapie wird diese Essenz verwendet für „Kämpfernaturen“, die niemals aufgeben und dabei nicht wissen, wann sie aufgeben müssen. Oak hilft Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Bei Pferden kommt diese Bachblüte zum Einsatz bei erschöpften, überforderten Pferden, die nur noch „funktionieren“, bei belastenden Situationen oder zur Unterstützung bei chronischen Krankheiten.

Eine wichtige Frage bleibt natürlich im Herbst! Dürfen Pferde Eicheln fressen?

Leider wird oft behauptet, dass Eicheln Blausäure enthalten. Das stimmt definitiv nicht. In Übermengen verzehrt schlägt ihre positive Wirkung, die auf die Gerbstoffe zurückzuführen sind, allerdings ins Gegenteil um und führt dann zu Verstopfungen und Magenschleimhautentzündungen. Wir sprechen dabei von Mengen ab 500 g.

Wenn eure Pferde also hin und wieder ein paar Eicheln knuspern, dann ist alles in Ordnung, vor allem solange anderes Futter ausreichend zur Verfügung steht. Wenn zu viele herum liegen, dann kann man die Eicheln am Besten einsammeln, gut trocknen und im Ofen rösten. Im Frühjahr nach Bedarf zum Futter geben, um Kotwasser und Durchfall zu vermeiden.

…und zu guter Letzt: Dieses Prachtexemplar ist ungefähr 272 Jahre alt und steht somit seit ca.1744 an Ort und Stelle!

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Bachblüten für Snip

Im Rahmen meiner Bachblüten Ausbildung am Bach Centre in England darf (und soll) ich bereits die ersten Behandlungen durchführen.

Ein Pferd für welches ich eine Mischung herstellen durfte,  ist Snip.

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Sie ist eine 6 jährige Trakehner Stute, die im Umgang mit Menschen oft als distanzlos und aufdringlich erscheint. Sobald man mit der Schubkarre den Paddock betritt, klebt dieses Pferd extrem am Menschen, ein wegschicken fordert oft viel Energie.

“Zurückweisungen” beeindrucken nicht wirklich. Zudem wirkt Snip oft wie eine “Stalkerin”. Alles am Stall wird beobachtet und verfolgt. So wirkt sie sehr unruhig und auch beim Stehen in der Stallgasse, beim Schmied etc. ist sie schnell abgelenkt, reagiert schnell über, ist impulsiv und hört dann nicht mehr zu.

Seit nun 4 Wochen bekommt Snip eine Mischung aus Heather (Heidekraut) und Vine (Eisenkraut). Mittlerweile kann man unbehelligt im Paddock misten. :-) Sie ist nach wie vor neugierig, aber findet das Maß dem Menschen gegenüber viel besser. Auch ist sie viel ruhiger geworden, lässt sich von Außenreizen nicht so schnell aus dem Konzept bringen und ist in der “Handhabung” deutlich ruhiger geworden. Ihre Besitzerin sagt “sie ist viel mehr bei sich, ein deutlich entspannteres Pferd”.

Wir haben darauf geachtet, dass Snip wirklich jeden Tag mind. 1 mal, besser 2 mal, ihre Bachblüten Kombination erhalten hat, damit die Blüten entsprechend wirken können.